1. Herren mit bester Saisonleistung und dennoch Niederlage gegen BG Bierden–Bassen–Achim

TuS Hohnstorf 73:78 BG BiBaAchim
(20:19; 23:14; 23:24; 7:21)

Das Team um Coach Schlender war bereit für den Gegner, der mit voller Kapelle anrückte und weiterhin auf die Meisterschaft hoffen kann.

Hohnstorf musste auf Seemann, Hanusa und Porath verzichten, zudem konnte Rebner kurzfristig ebenfalls nicht spielen. Im Verlauf des Spiels schied dann auch noch Kulewitz verletzt aus. Aus der zweiten Herren rückte Xiao kurzfristig in den Kader nach.

Hohnstorf startete leicht verändert in die Partie: Förster und Mey bearbeiteten den Gegner am Brett und sorgten auch offensiv für wichtige Rebounds. Lindenberg begann gemeinsam mit Koal auf dem Flügel, während Geithner auf der Aufbauposition Regie führte.

Die Gäste kamen besser ins Spiel und präsentierten von Beginn an eine griffige Verteidigung mit viel Körpereinsatz beim Rebound sowie abseits des Balles. Nach einem 0:7-Lauf verkürzte Lindenberg in der dritten Minute durch ein Drei-Punkte-Spiel. Die Schlacht war eröffnet, der Knoten in der Offensive geplatzt.

Insgesamt kam Hohnstorf im Verlauf des ersten Abschnitts deutlich besser in die Partie, zog mit Energie zum Korb und verteidigte leidenschaftlich als Team gegen die großgewachsenen Gäste. Mit einem sehenswerten Schlussdreier brachte Geithner Hohnstorf erstmals mit 20:19 in Führung.

Im zweiten Durchgang konnten die Jungs von der Elbe, die an diesem Tag von ihren Fans beflügelt wurden, noch eine Schippe drauflegen. Lindenberg und Koal agierten auf den Flügelpositionen aggressiv in der Verteidigung und konnten Ballgewinne erzwingen. Der Vorsprung wurde in der 7. Minute auf 35:25 ausgebaut.

Die BG BiBaAchim fand in dieser Phase kaum ein Mittel im Angriff. In der Defensive mussten Hohnstorfer Angriffe häufig nur per Foul gestoppt werden. So konnte der Vorsprung zur Halbzeit auf 43:33 ausgebaut werden.

„Ich erhielt in der Halbzeit eine Nachricht aus Falkenberg – sie drückten uns alle Daumen und bei einem Heimsieg dürfen wir zur Meisterfeier kommen“, berichtete Schlender nach dem Spiel.

Gesagt, getan: Hohnstorf nahm in der Pause neue Energie auf und brachte diese mit ins dritte Viertel. Das Spiel wurde unsauber und plätscherte dahin, dennoch blieben die Hausherren in Führung. In der 5. Minute des dritten Abschnitts stand es noch 55:45 – Kulewitz und Mey konnten nur schwer gestoppt werden, meist nur mit Fouls.

Gerade bei Kulewitz bedeutete dies kurze Zeit später durch eine schwere Oberschenkelprellung das Ende an diesem Arbeitstag. „Das war sehr schade, denn er hat uns offensiv Flexibilität gegeben und war defensiv richtig stark“, so Schlender.

Der dritte Abschnitt ging knapp an die BG, mit 66:57 ging es in den letzten Durchgang.

Die Halle war da, denn die Fans sahen die beste Saisonleistung – gerade in der Defense. Leider wurde das Spiel im Schlussviertel ruppiger und zerfahrener.

„Teams, die nicht aktiv mitspielen, sondern körperlich robust sind und manchmal Akzente setzen, die uns aus der Ruhe bringen, liegen uns nicht“, erklärte Schlender. Und genau das war im vierten Abschnitt der Fall.

Die Schiedsrichter mussten schwer arbeiten: Insgesamt wurden 52 Fouls verhängt und über 60 Freiwürfe ausgeführt. Auch dies sorgte dafür, dass kaum Spielfluss aufkommen konnte. Hohnstorf arbeitete sich zu sehr am Gegner ab und verlor den Fokus im Angriff.

Die Folge war ein schwerwiegender 0:10-Lauf binnen drei Minuten, der die Partie drehte und einen 70:75-Rückstand brachte. Die letzten zwei Minuten spielten die Gäste dann clever aus, und Hohnstorf gab den Sieg tatsächlich noch aus der Hand.

„Wir waren natürlich unfassbar enttäuscht, da wir wirklich die beste Leistung dieser Saison gezeigt, zusammen gestanden und gefightet haben“, so Schlender im Resümee.

Die kleine Rotation von acht Spielern – bei der Kulewitz im vierten Abschnitt ausschied – ließ am Ende Kraft, Konzentration und ein wenig Ordnung vermissen.

So ging das Spiel letztlich mit 73:78 verloren. Die BG kann weiter vom Titel träumen, und die Hohnstorfer konnten den sympathischen Falkenbergern keine Schützenhilfe leisten.

Für Hohnstorf kämpften auf und neben dem Feld:
Lindenberg 15 (1 Dreier), Mey 14, Kulewitz 12, Koal 11, Förster 8, Geithner 6 (1 Dreier), K. Kohlmeyer 4, J. Kohlmeyer 3 (1 Dreier), Hellmig, Xiao und Rebner.

Weiter geht es kommende Woche Samstag auswärts in Bremerhaven.

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